Mahnung schreiben Excel Vorlage kostenlos
Vorlage für offene Rechnungen, Mahnstufen, Mahngebühren und Verzugszinsen mit Auswertung und Mahnschreiben.
Diese Excel-Vorlage hilft dir, offene Rechnungen sauber zu verfolgen und Mahnungen mit Datum, Mahnstufe, Mahngebühr und Verzugszinsen strukturiert vorzubereiten.
Die Datei enthält die Tabellenblätter Mahnungsliste, Mahnungsvorlage, Auswertung und Anleitung; sie ordnet Fälligkeiten, berechnet Tage überfällig und zeigt dir offene Beträge übersichtlich an.
Sie ist für Buchhaltung, Selbstständige und kleine Büros gedacht, die ohne ERP-System arbeiten. Sie ersetzt aber keine Buchhaltungssoftware mit automatischer Faktura, Zahlungsabgleich oder rechtssicherem Postausgang.
Die wichtigsten Vorteile dieser Excel-Vorlage
- Du siehst offene Rechnungen mit Rechnungsdatum, Fälligkeitsdatum und Tage überfällig auf einen Blick.
- Die Mahnstufen sind klar getrennt, damit du Erstmahnung, Zweitmahnung und letzte Mahnung nicht durcheinanderbringst.
- Du kannst Mahngebühren und Verzugszinsen pro Fall dokumentieren und später nachvollziehen.
- Die Auswertung zeigt dir, wie viele Posten offen sind und welches Volumen noch im Umlauf hängt.
- Für 20, 50 oder 200 Rechnungen bleibt die Liste gleich bedienbar, weil die Spalten sauber vorbereitet sind.
- Du reduzierst Suchzeiten, weil alle Daten in einer Datei statt in einzelnen E-Mails oder Notizen stehen.
- Mit der Vorlage bereitest du die Mahnung schneller vor und sparst pro Vorgang oft 5 bis 10 Minuten.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Öffne das Tabellenblatt Mahnungsliste und trage jede offene Rechnung als eigene Zeile ein. Wichtig sind Rechnungsnummer, Kunde, Fälligkeitsdatum und offener Betrag.
- Prüfe die Spalte Zahlungsstatus und markiere nur tatsächliche Außenstände. So vermeidest du, dass bereits bezahlte Rechnungen weiter gemahnt werden.
- Pflege die Mahnstufe und die Datumsfelder für erste, zweite und letzte Mahnung. Dadurch bleibt der Mahnverlauf lückenlos nachvollziehbar.
- Wechsle bei Bedarf in das Blatt Mahnungsvorlage und übernimm die Daten in dein Schreiben. Dort bereitest du den Text für den Versand vor.
- Nutze das Blatt Auswertung, um offene Posten und Summen zu prüfen. So erkennst du sofort, ob der Rückstand eher viele kleine oder wenige große Beträge betrifft.
- Vergleiche am Monatsende die offenen Rechnungen mit dem Zahlungseingang. Wenn Beträge fehlen, kannst du die nächste Mahnstufe direkt nachziehen.
Enthaltene Funktionen
So setzt du die Vorlage im Mahnprozess ein
Im Alltag startet die Datei meist bei der Sachbearbeiterin in der Buchhaltung, wenn eine Rechnung 7 bis 14 Tage überfällig ist. Sie öffnet zuerst das Blatt Mahnungsliste, sucht die betroffene Rechnung und prüft Rechnungsdatum, Fälligkeitsdatum und offenen Betrag. Bei 40 offenen Rechnungen spart das schnell eine halbe Stunde, weil nicht mehr in Mails, Outlook und Ordnern gesucht werden muss.
Die Mahnungsliste als Arbeitszentrale
In der ersten Tabellenzeile stehen die Stammdaten, darunter die Eingabefelder für Betrag, Mahnstufe und die drei Mahndaten. Die Spalte Tage überfällig hilft dir im Tagesgeschäft, ältere Posten sofort zu erkennen. Wenn ein Kunde bei 1.200,00 € brutto seit 18 Tagen säumig ist, landet er eben vor einem Posten mit nur 85,00 € Rückstand.
Was du am Monatsende prüfst
Am Monatsende schaut die Buchhaltung ins Blatt Auswertung und zählt, welche Forderungen noch offen sind. Dort ist besonders wichtig, ob die Summe eher aus 12 kleinen Fällen oder aus 3 großen Außenständen besteht, denn davon hängt deine Priorität ab. So steuerst du deine Nachfassarbeit nicht nach Bauchgefühl, sondern nach Betrag und Alter der Forderung.
Das Blatt Mahnungsvorlage dient dann als Textgrundlage für das Schreiben selbst. Du übernimmst die Daten, ergänzt Frist und Ansprechpartner und verschickst die Mahnung per E-Mail oder Brief. Für einen kleinen Betrieb mit 80 Rechnungen im Monat ist das praktischer als ein vollautomatisches ERP-System, solange du nur wenige offene Posten aktiv nachverfolgst.
Wo Mahnungen in der Praxis schiefgehen
Der häufigste Fehler ist nicht die Mahnung selbst, sondern eine falsche Zuordnung. Wenn Rechnungsnummer, Firma und Ort nicht sauber gepflegt sind, verschickst du im schlimmsten Fall eine Mahnung an den falschen Ansprechpartner oder mahnt versehentlich eine bereits beglichene Rechnung an. Das kostet schnell 15 bis 20 Minuten Rückklärung pro Fall und wirkt gegenüber dem Kunden unprofessionell.
Verzugszinsen und Mahngebühr nicht blind einsetzen
Viele Unternehmen tragen Mahngebühren pauschal ein, ohne den Vorgang zu dokumentieren. Dann fehlt später die Begründung, wenn der Kunde nachfragt oder die Forderung intern geprüft wird. Mit der Vorlage kannst du jede Mahnstufe und den zusätzlichen Betrag pro Zeile festhalten; bei 25 Mahnungen im Monat ist das der Unterschied zwischen sauberer Nachverfolgung und einer losen Zettelwirtschaft.
Zu früh, zu spät oder doppelt mahnen
Wer Mahnungen nach Gefühl verschickt, hat oft zwei Probleme: Entweder der Kunde wird schon am dritten Tag nach Fälligkeit angeschrieben, oder man wartet 6 Wochen zu lang. Beides kostet Geld, weil zu frühes Mahnen Kundenbeziehungen belastet und zu spätes Mahnen den Cashflow verschlechtert. Bei 10.000,00 € offenen Forderungen bedeutet ein Monat Verzögerung schnell mehrere hundert Euro, die im Betrieb fehlen.
Die Vorlage verhindert diese Fehler nicht automatisch, aber sie macht sie sichtbar. Du erkennst sofort, welche Position bereits eine erste oder zweite Mahnung hat und welche noch offen ist. Genau das ist in der Praxis der Punkt, an dem Excel gegenüber Notizen auf Papier klar gewinnt.
Bleiben einzelne Forderungen dennoch länger offen, führt der nächste Schritt häufig zu einer Ratezahlungsvereinbarung, damit der Eingang planbar bleibt und der Ausfall nicht weiter wächst.
Was das Mahnwesen rechtlich sauber macht
Für den Zahlungsverzug ist vor allem § 286 BGB relevant. Gerät der Schuldner in Verzug, kannst du unter bestimmten Voraussetzungen Verzugszinsen verlangen; für Entgeltforderungen zwischen Unternehmen liegt der Zinssatz regelmäßig 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Für Verbraucher sind es 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Diese Werte solltest du in der Spalte Verzugszinsen p.a. dokumentieren, damit deine Mahnung nachvollziehbar bleibt.
Bei einer Rechnung über 2.380,00 € brutto und 30 Tagen Verzug wird schnell klar, warum saubere Fristen wichtig sind. Schon bei einem moderaten Zinssatz entstehen zwar keine riesigen Beträge, aber die Forderung bleibt rechnerisch prüfbar. Wer zusätzlich eine Mahngebühr ansetzt, sollte intern sauber trennen zwischen Hauptforderung, Nebenforderung und Versandaufwand.
Warum die Dokumentation wichtiger ist als der Tonfall
Im Streitfall zählt nicht, wie hart der Text klingt, sondern ob die Forderung korrekt aufgebaut und terminlich sauber nachvollziehbar ist. Das heißt: Rechnungsnummer, Fälligkeitsdatum, Mahnstufe und Datum der letzten Mahnung müssen stimmen. Genau dafür ist die Liste in dieser Datei gebaut.
Wenn du mit mehreren Mitarbeitern arbeitest, ist außerdem die Nachvollziehbarkeit wichtig. Die Datei zeigt, wer noch offen ist und ab wann eine weitere Mahnung fällig wäre. Das ist technisch einfacher als eine separate E-Mail-Kette und im Alltag deutlich besser kontrollierbar.
So baust du die Datei für mehr Automatisierung aus
Wenn du mehr als 100 offene Vorgänge im Monat hast, lohnt sich der Ausbau mit weiteren Auswertungen. Dann kannst du auf dem Blatt Auswertung eine Pivot-Tabelle ergänzen, um Mahnstufen, Kunden und offene Summen schneller zu gruppieren. Für die Zuordnung einzelner Kundenstammdaten ist SVERWEIS oder in neueren Dateien INDEX plus VERGLEICH sinnvoll.
Praktische Erweiterungen
- Ein separates Blatt für Kundenstammdaten mit Ansprechpartner, E-Mail und Zahlungsziel.
- Eine Spalte für Zahlungsziel in Tagen, damit du 14, 30 oder 60 Tage sauber unterscheiden kannst.
- Eine Auswertung nach Monat, damit du erkennst, ob im Schnitt 8 oder 28 Mahnungen pro Monat entstehen.
- Eine Ampellogik mit bedingter Formatierung, damit überfällige Posten rot markiert werden.
Formeln, die sich in der Praxis lohnen
Für Summen auf dem Auswertungsblatt ist SUMMEWENN die einfachste Lösung, wenn du nur offene Beträge je Mahnstufe sehen willst. Mit ZÄHLENWENN prüfst du, wie viele Rechnungen bereits überfällig sind. Bei 60 Datensätzen ist das noch überschaubar, bei 600 Zeilen macht die automatische Auswertung aber den entscheidenden Unterschied.
Wenn du die Datei an die Geschäftsführung gibst, sollte sie auf einen Blick zeigen, wie hoch der Außenstand ist. Dann wird aus einer einfachen Mahnliste ein kleines Controlling-Werkzeug, das dir beim Forderungsmanagement wirklich Arbeit abnimmt.
Für die Übergabe an die Geschäftsführung gehört neben dem Außenstand oft auch die Spesenabrechnung in dieselbe Auswertung, damit Auslagen und offene Forderungen sauber getrennt bleiben.
Häufige Fragen zu dieser Vorlage
Die Datei enthält eine Mahnungsliste mit Rechnungsdaten, Fälligkeit, offenem Betrag, Mahnstufe, Mahndatum, Verzugszinsen und Mahngebühr. Dazu kommen die Blätter Mahnungsvorlage, Auswertung und Anleitung.
Dort pflegst du jede offene Rechnung als eigene Zeile ein. So siehst du sofort, welche Forderungen 7, 14 oder 30 Tage überfällig sind und welche Mahnstufe bereits erreicht ist.
Ja, dafür gibt es die Spalte Mahngebühr €. So hältst du Zusatzkosten je Vorgang fest und kannst später nachvollziehen, wie sich die Forderung zusammensetzt.
Die Auswertung zeigt dir, wie viele Posten offen sind und wie hoch der Gesamtbetrag ist. Das ist besonders nützlich, wenn du mit 20 bis 100 Rechnungen pro Monat arbeitest und Prioritäten setzen musst.
Ja, sie eignet sich für Selbstständige, kleine Büros und interne Buchhaltung ohne komplexes ERP-System. Bei wenigen bis mittleren offenen Posten ist Excel oft schneller als eine aufwendige Software.
Nein, sie organisiert und dokumentiert das Mahnwesen in Excel. Automatische Zustellung, Zahlungsabgleich oder ein revisionssicheres Archiv bietet sie nicht.